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Pesso Therapie - körperorientierte Systemarbeit
Die Pesso Therapie setzt an der Betrachtung der Defizite von Bedürfnissen oder Traumata an. Selbst wenn sich das verletzte Selbst hinter der eisernen Rüstung verbarrikadiert hat und wir nur ein eingeschränktes Gefühl für uns und unsere Umwelt haben, geht Pesso davon aus, dass unser Körper in seinen Äusserungen nicht lügt und Gefühle immer ihren körperlichen Ausdruck finden. Im Sinne eines microtracking geht der Therapeut gemeinsam mit dem Klienten dieser feinen Spur nach, um Defizite, Traumata oder zu früh übernommene „Holes in Roles“ aufzudecken. Ist man in der Therapie an dem Punkt angelangt, wo Schlüsselszenen visualisiert werden können, kann begonnen werden, eine neue Biographie zu gestalten, in denen erlebte Defizite durch das Bereitstellen eines Antidot (Idealbild) geheilt werden. Es kann Menschen geholfen werden, die zu früh Löcher im Rollengefüge gefüllt haben und genau deswegen Widerstand zeigen, das ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Das Rollenspiel ermöglicht eine sinnliche Wahrnehmung, über fühlen, sprechen, hören und bspw. durch die Vorgabe einer physischen Begrenzung. Die Arbeit findet in der Gruppe von 6-8 Personen statt.
Es entstehen durch den Prozess der inszenierten Visualisierung nicht nur innere Bilder oder sogenannte „Filme“, sondern physisch greifbare und erlebbare Szenen, die oft Schlüsselmomente zu einem neuen Bewusstsein und Lebensgefühl mit sich bringen. Die Methode der rituellen Visualisierung wird im Gebet oder verschiedenen Arten der Meditation praktiziert und kann zweifelsohne ein sehr wirksames Mittel im metaphysischen und praktischen Leben sein. Die Visualisierung verbunden mit der physischen Sinneserfahrung, getragen durch den Therapeuten und in der Gruppe, geht noch einen Schritt weiter. In dieser Form der Psychotherapie findet unmittelbare Selbstheilung statt, was oft jahrelange Therapien nicht erreicht haben.